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Nikolaus Reinecke: Intensive Begegnungen

Man sieht es ihnen an: Nikolaus Reineckes Arbeiten entstehen vor dem Modell, nicht nach Vorskizzen oder Fotografien. Seit über 20 Jahren malt und zeichnet er ausschließlich Menschen. Für seine reduzierten Zeichnungen benötigt er jeweils nur wenige Minuten, aber bis ein großer Akt auf Leinwand gebracht ist, verbringen Künstler und Modell 20 bis 30 Stunden miteinander, verteilt auf viele Vormittage oder Abende.

In den naturalistischen Gemälden manifestieren sich die gemeinsamen Stunden auf engem Raum, die intensiven Gespräche, das Schweigen, wenn Konzentration gefragt ist, die Pausen bei Tee oder Kaffee, das selten konstante Licht, die wechselnden Stimmungen von Maler und Modell. Neben den Akt- und Portraitgemälden sind in der Ausstellung eine Reihe spontan und eher flüchtig gemalter Selbstportraits (Tagebucheinträge) auf kleinem Format zu sehen. Eine unerwartet andere Facette seiner Arbeit zeigt der Künstler mit einer Serie stark abstrahierter Aktzeichnungen.

Nikolaus Reinecke; geb. 1959 in Bremen; lebt und arbeitet in Hildesheim; vorwiegend im Stammelbach-Speicher.