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KÜNSTLER

Der  Künstler
 BAUER, ROLAND 
Zeichnung
Plastik / Skulptur




1943 geboren in Schönfeld (Sudetenland)
Seit 1969 Fernsterinstallationen für die Gold- und Silberschmiede Blume, Hildesheim
Seit 1987 Mitglied im Bund Bildender Künstler (BBK)
Hildesheim
Beteiligung an sämtlichen Gruppenausstellungen des BBK im In- und Ausland

Einzelausstellungen & Ausstellungsbeteiligungen:

1990 Einzelausstellung Volksbank Hildesheim-Leinetal, Heinde
1995 Einzelausstellung im Rathaus Hildesheim
1996 Einzelausstellung in der Theodor-W.-Adorno-Schule, Elze
1996 Licht- und Klanginstallation im Roemer und Pelizaeus Museum, Hildesheim (zusammen mit Peter Paul König und Peter Kücking)
1997 Rauminstallation „Fellobjekt“ im Jakobushaus, Goslar
1997 Licht- und Klanginstallation „Faustkeil“ im Jakobushaus, Goslar (zusammen mit Peter Paul König und Peter Kücking)
1998 Einzelausstellung „Dialog der Dinge“ in der Galerie imKehrwiederturm im Kunstverein Hildesheim
1998 Ausstellungsbeteiligung bei Harzer Nationalparktagen „Mensch-Natur“ in St. Andreasberg
1998 Licht- und Klanginstallation „Octogon“, Goslar
(zusammen mit Peter Paul König und Peter Kücking)
1998 Licht- und Klanginstallation „Dona nobis pacem“, Münster (350 Jahre Westfälischer Frieden; zusammen mit Peter Paul König und Peter Kücking)
1999 Ausstellungsbeteiligung bei Harzer Nationalparktagen „Mensch-Natur“ in St. Andreasberg
1999 Kunstpreis der Bergstadt St. Andreasberg
1999 Licht- und Klanginstallation „In interiore toto naturae“, Hornburg (Eröffnungsveranstaltung „Garten der Sinne“;zusammen mit Peter Paul König und Peter Kücking)
2000 Einzelausstellung „In natura“ in der „Galerie Turm II“, Hannover
2000 Ausstellungsbeteiligung „Sein ist die Zeit“, Dom Hildesheim
2001 Einzelausstellung, „Galerie auf Zeit“, Hildesheim (zusammen mit Nikolaus Reinecke)
2001 Installation „Feldzeichen“, Farbglashütte Lauscha (zusammen mit Jörg Bauer)
2001 Einzelausstellung „Du bist und ich bin – Dialog der Dinge“, Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik, Berlin
2002 Documenta Kassel Begleitprogramm
2003 Einzelausstellung „natürlich & künstlich“, Galerie Stammelbach-Speicher, Hildesheim
2004 Licht- und Klanginstallation „Geisterhemd“, Mönchehausmuseum
2004 Einzelausstellung, Niedersächsische Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege, Fakultät Rechtspflege, Hildesheim
2004 Einzelausstellung in der JVA für Frauen Vechta, Abteilung Hildesheim (zusammen mit Jörg Bauer)


Zum Werk Roland Bauers

Was da durch alle kulturellen und historischen Differenzierungen hindurch mit „Geist“ gemeint ist, das ist das tiefste Wesen einer Sache, die in ihrer Erscheinung nicht alles von sich preisgibt. Es ist das Unsichtbare einer Sache, das doch gegenwärtig ist, das Nichtseiende, das doch ist. Das, was ein Ding von sich aus sein will aber nicht zustande bringt. Es ist dieses Nichtseiende, dieses Verhinderte und Vereitelte immer auch in dem, was ist, mitgedacht, es scheint aus ihm vor, es ist nichtseiend anwesend, gegenwärtig. Diese Differenz ist der Gegenstand aller ästhetischen Arbeit, der von Roland Bauer in ganz besonderer Weise. Bauers Fetische, Totems und „Schamanen“ künden von dem Uneingelösten alles Soseienden. Aus elastischem Verband, wie er bei Verbrennungen von Menschenhaut benutzt wird, sind die fünf Schamanen modelliert; die Unterkonstruktion besteht aus Ästen, nicht aus Knochen. Der Verband hält der Brandwunde den Mund zu, und wo er den Schmerz sprachlos macht, heilt er. Ja, es lügt jede Narbe über das, was sie einmal war, über die Wunde, der sie sich verdankt. Und doch ist jede Narbe eine symbolische Vergegenwärtigung des Schmerzes, der ihr vorausging. In jedem „Fetisch“ Roland Bauers ist solcher Schmerz mitgedacht, vor allem im ästhetisch Vollkommenen, im Heilen, Geheilten; das macht den Fetisch „heilig“. In den Arbeiten des Roland Bauer werden die Dinge beredt. In ihrem So-Sein, ebenso wie in den Inszenierungen, in denen sie Rollen übernehmen, kommen sie ihrem Wesen ganz nah. „Beredt werden sie kraft der Zündung von Ding und Erscheinung. Sie sind Dinge, in denen es liegt zu Erscheinen“ (Adorno). Und in der Erscheinung gewinnen wir eine Ahnung vom Wesen der Dinge. Zum Sprechen gebracht, geben die Dinge ihr Wesen uns preis. Die Dinge selbst sprechen, nicht das, „was Menschen an ihnen getan haben“ (Adorno). In seiner vollkommenen Einfachheit aber gelingt Bauer dieses eigentlich ganz und gar Unmögliche. Die Dinge werden zum Sprechen gebracht, ohne dass ihnen Gewalt angetan würde. Sie werden in ihrem So-Sein ohne jede Willkür angenommen. Nichts ihnen Fremdes wird ihnen zugefügt, nichts ihnen Heteronomes wird ihnen angetan. Und so kommen die Dinge tatsächlich zu sich selbst. Dieses Zu-sich-kommen und Bei-sich-sein aber ist nichts anderes als das, was wir „Erlösung“ heißen dürfen. (Dr. Norbert Hilbig)


Ausstellungen:

9.10.-6.11.05 Jahresausstellung BBK

 

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" Samlung I", 2003, 128 x 94 cm, Rötel